Rohstoffknappheit in der Verpackungsindustrie: Warum eine digitalisierte Supply Chain jetzt Gold wert ist

Egal, ob Holz, Kunststoff oder Basischemikalien – Grundwerkstoffe sind momentan weltweit Mangelware. Der Rohstoffmarkt präsentiert sich leergefegt und das wenige Material, das noch verfügbar ist, übersteigt die üblichen Preise bei weitem.

Besonders hart trifft das die Chemie- und Verpackungsbranche. Wichtige Kunststoffe wie Polyethylen oder Polyurethan sind laut einer Erhebung des Branchenverbands Industrievereinigung Kunststoffverpackungen im letzten halben Jahr um 35 % bzw. 50 % teurer geworden. Dies bleibt nicht ohne Folgen für Unternehmen, die auf petrochemische Stoffe und ihre Folgeprodukte wie IBC-Container angewiesen sind.

In diesem Beitrag gehen wir den Ursachen und Auswirkungen der Rohstoffknappheit auf den Grund und zeigen Ihnen, wie Sie mit Industrial IoT-Technologien auf intelligente Weise gegensteuern.

Bevor Sie weiterlesen: 80 % aller IBC-Container befinden sich ungenutzt an einem Punkt in Ihrer Supply Chain. Erfahren Sie in unserem kostenlosen Leitfaden, wie Sie mehr aus Ihrer IBC-Flotte herausholen!

Ist Corona schuld? Die Ursachen der Rohstoffverknappung

Auch wenn es verlockend ist, die aktuelle Lage auf dem Beschaffungsmarkt allein der Pandemie anzulasten, greift dies zu kurz. Die schlechte Verfügbarkeit der Rohstoffe geht auf ein weit komplexeres, multifaktorielles Geschehen zurück. Drei ausschlaggebende Faktoren lauten:

  • Lockdown: Die Lieferketten der Kunststoffindustrie spannen sich um den gesamten Globus und bestehen aus fein abgestimmten, voneinander abhängigen Gliedern. Der weltweite Lockdown hat die Supply Chains an vielen Stellen unterbrochen. Schiffe blieben im Hafen, Waren stapelten sich in Containerhallen – das sorgt auch noch lange nach dem akuten Lockdown für ungewöhnliche Schwankungen in Angebot und Nachfrage. So musste beispielsweise der Hafen in der chinesischen Metropole Shenzhen wegen eines Corona-Ausbruchs für zwei Wochen schließen.
  • Höhere Gewalt: In die Corona-Zeit fielen auch einige Force Majeure-Vorkommnisse, sprich Störungen der Rohstoff-Lieferketten durch höhere Gewalt. Dazu zählen Wetterphänomene wie die Winterstürme in den USA ebenso wie die Blockade des Suezkanals durch ein Containerschiff.
  • Hohe Nachfrage aus China und USA: In einigen Teile der Welt stieg die Nachfrage nach Rohstoffen enorm an. Die Vielzahl an finanzstarken Einkäufern aus Übersee trägt nun dazu bei, dass für deutsche und europäische Unternehmen weniger Rohstoffe zur Verfügung stehen.

Auswirkungen der Rohstoffknappheit auf die Kunststoff-Verpackungsindustrie

71,2 % der kunststoffverarbeitenden Unternehmen klagten im ersten Halbjahr 2021 über eine mangelhafte Versorgung mit Vorprodukten wie etwa Kunststoffgranulat. Und ein Ende ist nicht in Sicht. Das resultiert in zahlreichen Problemen für die Verpackungsindustrie:

  • Engpässe bei der Verfügbarkeit von Verpackungen: Wenn die Lager leer sind und Lieferungen ausbleiben, müssen Aufträge verschoben oder abgesagt werden.
  • Längere Lieferzeiten: Waren gelangen nicht mehr so schnell wie gewohnt von A nach B. Das bedeutet, dass auch Verpackungen länger unterwegs sind.
  • Reduzierte Margen: Die steigenden Preise lassen die Gewinnspannen der Unternehmen schrumpfen. Es ist weniger Investitionskapital vorhanden.

Speziell beim Thema IBC hat sich für Unternehmen einiges zum Negativen verändert. Aktuell verzeichnen wir eine extreme Knappheit von Intermediate Bulk Containern. Dies liegt vor allem daran, dass die Lieferwege länger und umständlicher geworden sind. Engstellen müssen passiert und Umwege in Kauf genommen werden.

Insgesamt versucht die Industrie daher, ihre IBC-Flotten aufzustocken, um agiler reagieren zu können. Dies ist jedoch entweder nicht möglich (zu wenige IBC auf dem Markt) oder sehr teuer. Denn die Herstellung der Container ist durch die hohen Materialkosten für Kunststoffe preisintensiver geworden, was die Preise für IBC stark steigen lässt. Diese Mehrkosten können oder wollen die wirtschaftlich gestressten Unternehmen der Branche jedoch nicht aufbringen.

Federn Sie die negativen Auswirkungen der Rohstoffverknappung ab – mit einer smarten IBC-Flotte

Für Unternehmen, die auf IBC-Container angewiesen sind, kann die beschriebene Lage durchaus kritisch werden. Nämlich dann, wenn sie die Kontrolle über ihre Lieferkette und ihre Lagerbestände verlieren, Kunden enttäuschen und kaum noch handlungsfähig sind.

Doch es gibt es einen Ausweg: Mit der Packwise Smart Cap setzen Sie der Materialknappheit modernste Industrial IoT-Technologie entgegen. Die Packwise-Lösung kann keine Rohstoffe beschaffen, wo es keine gibt. Die Technologie trägt jedoch erheblich zur Verbesserung Ihrer Situation bei, indem sie

  • Die Menge an nötigen IBC pro Unternehmen verringert
  • Den Einsatz der vorhandenen IBC agiler und transparenter gestaltet

So funktioniert die Packwise Smart Cap

Die Packwise Smart Cap ist ein handlicher, kleiner Sensor, der auf einem IBC-Container befestigt und mit wenigen Schritten installiert wird. Er misst relevante Parameter wie Füllstand, Standort und Temperatur und erstellt aus diesen Daten einen digitalen Zwilling des IBC-Containers in der Web-Anwendung Packwise Flow auf.

Dieses virtuelle Ebenbild des realen physischen Containers erlaubt es Ihnen, von überall auf Ihre Verpackungen zuzugreifen – sei es zu Planungszwecken oder um den aktuellen Status einer Lieferung zu verfolgen. Statt unklare Verhältnissen erhalten Sie die volle Kontrolle und Transparenz über Ihre nun vernetzte IBC-Flotte.

Mit Packwise die Supply Chain digitalisieren und profitieren

In Bezug auf die vorherrschende Rohstoffknappheit bringt Ihnen das drei bedeutende Vorteile:

  • Sie verbessern Ihr Bestands- und Kundenmanagement

Mit der Packwise Smart Cap bleiben Sie stets bestens über die aktuellen Bestände Ihrer Kunden informiert. Wie hoch ist der Verbrauch? Sind noch Restmengen vorhanden? Wann ist Nachschub erforderlich? Können leere Container abgeholt werden? Auf der Anwendung Packwise Flow sehen Sie es mit einem Blick, können sich automatisch benachrichtigen lassen und können rechtzeitig reagieren.

Die verbesserte Visibilität kommt Ihrem Kundenmanagement zu Gute. Sie können Ihrem Kunden jederzeit Auskunft über den Verbleib einer Ware geben und seine Logistikprozesse sogar mit Ihrer verbinden. Von hier ist es nur noch ein kleiner Schritt zur kundenfreundlichen Automatisierung der Lieferkette.

  • Sie senken Ihre Investitionsausgaben für IBC

Mit einer digitalisierten IBC-Flotte sind Sie in der Lage, Ihre Verpackung effizienter einzusetzen. Ihre Container durchlaufen mühelos mehrere Kreisläufe, Sie müssen weniger Leerstand hinnehmen und können Ihre Container schneller zurückholen.

Außerdem gehen weniger IBC durch schädliche äußere Einwirkung verloren, denn der digitale Zwilling meldet diese frühzeitig. Durch diese positiven Aspekte können Sie es sich leisten, Ihre IBC-Bestände zu verkleinern. Auch müssen Sie nicht mehr so viel Kapital wie bisher für den Neukauf von IBC Containern kalkulieren.

  • Sie erhöhen Ihre Agilität durch effizientere Prozesse

In Zeiten wie diesen gewinnt, wer in der Lage ist, vorausschauend zu handeln und seine Abläufe bei Bedarf spontan anzupassen. Die Packwise-Lösung macht genau das  möglich. Vernetzte, ansteuerbare Verpackungseinheiten senken Ihren administrativen Aufwand, während die verbundene IIoT-Plattform eine strategische Produktionsplanung ermöglicht.

Sie möchten dem Rohstoffmarkt nicht länger ausgeliefert sein? Dann handeln Sie jetzt und schaffen Sie mit IIoT-Technologie ein Stück Unabhängigkeit für Ihr Unternehmen und Ihre Kunden.

Wir beraten Sie gerne rund um die Digitalisierung Ihrer Lieferkette und statten Ihre IBC-Flotte zeitnah mit der Packwise Smart Cap aus. So können Sie aktuellen und kommenden Engpässen deutlich entspannter begegnen.